 |
Stürzen
ist meist mit Schmerzen verbunden. Es klingt zwar unglaublich
männlich wenn wir sagen: " Na und" aber die Wahrheit ist
doch eher, dass wir auf Schmerzen auch verzichten können. Aus
diesem Grund machten wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Protektorenweste.
Zum einem sollte sie leicht und bequem zu tragen sein und zum anderen
sollte diese mit unserer Philosophie zusammen passen. "Billig, da
stehen wir drauf". Nach langem suchen im Internet und einigen
Motorradshops gab es nur eine Lösung. Das Ding bauen wir selbst.
Unten werdet ihr nun eine Anleitung finden wie man solch eine
Protektorenweste selber Bauen kann. Das Beste an der Sache ist, dass
diese völlig individuell gestaltet werden kann, billig ist und das
wichtigste: wir sehen damit verdammt gut aus.
| Das Material
 | Als
Shirt habe ich mir einfach ein normales, eng anliegendes Shirt aus der
Sportabteilung gekauft. Das Gute ist, dass man farblich freie
Wahl hat und auch auf Atmungsaktivität achten kann. Man
sollte dieses Shirt aber recht eng wählen, damit später die
Protektoren nicht verrutschen.
| 
 | Weiterhin
benötigen wir einen Netzstoff. Hier könnt ihr natürlich
auch die Netzstrümpfe eurer Frau zerschneiden. Um Ärger aus
dem Weg zu gehen bestellt diesen aber besser im Internet o.ä.
Als
letztes brauchen wir natürlich auch die Protektoren. Diese bekommt
man in jedem Motorradshop. Ein Tip; kauft Softprotekorten. Diese passen
sich dem Körper besser an und sind leichter. Für die
Ellenbogen und Schultern hat der Spass gerade mal 18,- EUR gekostet.
|
Vorbereitung
Nun
kommt der praktische Teil. Als erstes klaut ihr eurer Frau das
Nähzeug. Lasst euch aber nicht erwischen sonst habt ihr den Spott
der nächsten Jahre auf eurer Seite. Am Besten mit einem
gepflegten Bier in der Garage einschließen. Als erstes
müsst ihr die Protektoren mit dem Netzstoff umhüllen. Hierzu
habe ich ein Stück Stoff ein wenig größer als den
Protekor ausgeschnitten. Am äußeren Rand habe ich einen
Zwirn eingezogen (ringsherum). Anschließend wird der Protektor
auf den Stoff gelegt und mit Hilfe des Zwirn eine Tasche gebildet.
(Zwirn einfach zusammen ziehen und verknoten).
BefestigungJetzt
zieht ihr euch das Shirt über. Mit selbstklebendem Klettband habe
ich dann den ersten Protektor auf dem Shirt positioniert. So konnte ich
sicherstellen, dass dieser auch richtig sitzt und beim Ausziehen nicht
verrutscht. Nachdem ihr das Shirt vorsichtig ausgezogen habt könnt
ihr nun den Protektor auf dem Shirt festnähen. Dabei einfach
ringsrum den Netzstoff mit dem Shirt vernähen. Ich bin dabei
Schrittweise vorgegangen und habe dabei einen der anderen Protektoren
als Unterlage bzw. Zwischenlage verwendet. Dies mach Sinn, da man sonst
schnell die untere Lage des Shirts mit der oberen vernäht.
Spätestens hier musste meine Frau herzlich lachen als ich alles
wieder auftrennen durfte.
.
Ergebnis

Nachdem
ich nun das Ganze ausführlich getestet habe, ist das Ergebnis
besser als erwartet. Das Hemd und die Protekoren passen sich perfekt
an, passen unter jede Jacke und das Ganze sieht auch noch gut aus.
Zurzeit sind natürlich nur die Schultern und Ellenbogen
geschützt. Die Rippenprotektoren kommen als nächstes
dran. Ich will euch nicht vorenthalten, dass ich auch einen
Rückenprotektor aufgenäht hatte. Allerdings zeigte sich, dass
das Trägermaterial (Shirt) zu schwach war bzw der Protekor zu
schwer. Hier werde ich wohl einen gesonderten Rückenprotekor
kaufen. Allerdings habe ich auch hier noch nicht den Richtigen
gefunden, da die Meisten in meinen Augen überdimesioniert sind.
Die Kosten für das Hemd belaufen sich auf ca 45,- EUR was nun ein
echter Schnapper ist. So nun viel Spass beim Basteln
Anmerkung von Crischi: "Eine Dainese Full Coat Weste für lausige 250,- EUR tut`s natürlich auch"
| zurück
|  |
|