Ausrüstung
Auch
das Thema Ausrüstung ist sehr vielseitig. Grundsätzlich ist
das EC mit fast allem Material, das man auch zum raceboarden verwendet,
möglich. Allerdings gibt es bestimmte Ausrüstungen, die die Bewegungsabläufe des extremcarven unterstützen. Diese wollen wir hier aufführen.
 | Die Boots
Die
Auswahl der Hardboots sollte man nach der Bequemlichkeit vornehmen. Dem
EC kommt da eher ein felxibler Schuh entgegen. Da man doch recht tief
in die Knie gehen muss sollte der Schuh eine starke Vorlage
ermöglichen, dabei aber auch genügend Flex nach hinten haben
um auch wieder aus den Knien kommen zu können. Es gibt Boarder die
lassen einfach die oberen Schnallen recht locker. Dies halte ich aber
aus Gründen der Verletzungsgefahr als nicht ratsam. Des weiteren
kann man bei einigen Boots die Vorlagenverstellung auf Carven stellen.
Dabei wird das hintere Rändelrad um 90 grad gedreht. Ich
selber kam aber mit der Einstellung nicht weit genug aus den Knien. Die
Folge war eine recht schnelle Ermüdung der Beine, besonders auf
Ziehwegen, die ich sonst gern zum entlasten genutzt habe. Für mich
persönlich ist am besten ein Federsystem ( wie auf dem Bild
z.B. von der Firma BTS ). Dies ermöglicht eine perfekten Flex in
beide Richtungen. Durch unterschiedliche Federn und
Verstellmöglichkeiten kann man die härte individuell anpassen. Das Federsystem kann man als Zubehör erwerben | 
 | Das Board
Das
passende Board zu finden ist klar der schwierigste Teil. Ich kann da
nur empfehlen viel zu testen. Wie oben beschrieben ist das EC oder Flachcarven mit
vielen Boards möglich. Es gibt aber nur wenig Hersteller die extra für den EC Stil Boards konstruiert
haben. In der Linkliste findet ihr fast alle. Auf zwei möchten wir aber besonders eingehen.
Die
Firma Swoard hat extra, für ihre Ansprüche an den EC Stil,
ein Board entwickelt und dies ohne Kompromisse. Das ist natürlich
perfekt wenn es um den von Swaord angewendeten Stil geht. Aufgrund der
Kompromislosigkeit geht das aber auf Kosten der Allroundfähigkeit.
Der
andere Hersteller ist Virus. Dieser wagt ein wenig den Spagat und hat
versucht ein Board zu entwickeln das eher universell einsetzbar ist.
Das Scalpel. Die Firma Virus hat auch den Vorteil, dass man
sich mit dem Hersteller direkt in Verbindung setzen kann. Auch eine
individuelle Bauweise auf den jeweiligen Fahrer ist möglich.
Natürlich hat dies auch oftmals seinen Preis.
Folgenden
Grundvoraussetzungen sollten die Boards haben. Der vorgegebene Radius
sollte nicht zu klein sein ( 11 - 13 Meter ist ein gute Richtlinie ).
Das Board sollte breit genug sein. Beim EC Stil wird die Bindung nicht
so steil gestellt ( ca 55 vorn / 47 hinten ) wie beim normalen
carven. Damit man die Bindung flach genug einstellen kann sollte das
Board im Bindungsbereich eine breite von 19 cm - 23 cm haben. |

 | Vielleicht
helfen euch meine persönlichen Erfahrungen weiter. Angefangen habe
ich mit einem F2 Silberpfeil. Grundsätzlich kam ich mit dem Board
gut zurecht. Auf dem Swoard Event 2008 in Zinnal holt ich weitere
Informationen ein und konnte auch ein Swoard Board testen. Zu einem
mußte ich erfahren, dass der Silberpfeil ( SP ) für das EC
einen sehr kleinen Radius hat. Dies wirkt sich so aus, dass der
gefahrene Turn sehr kurz ist und damit auch die Phase in der es zum
"Laid Down" kommen kann. Als Anfänger hatte ich damit aber
eigentlich keine Probleme, da ich soweit noch nicht runtergekommen bin.
Ich empfand die kurzen Schwünge dabei eher als positiv, da man
gerad an steilen Hängen schnell den Turn in den Hang ziehen konnte
und damit auch die Geschwindigkeit gut kontrollieren kann. Negativ
vielen mir die Fahreigenschaften auf harten Pisten auf. Hier fing das
Board schnell an zu ruppeln bzw liess die Kante nach. Da man diese
Pistenverhältnisse gerade am Vormittag vorfindet, an denen die
Pisten meist leer sind, empfand ich diese Eigenschaften als echten Nachteil.
Aus diesem Grund testete ich auch ein Swoard Board. Der Test war nicht
sehr lang und ich kann deshalb nur einige Informationen geben. Zu einem
viel sofort die Stabilität und der ruhige lauf beim Carven, im
Vergleich zum SP, auf. Ungewohnt war die Breite des Boards. Dies macht
ein umlegen deutlich anstrengender als beim SP. Ich hatte allerdings
auch mit einem 175er und harten Board ein recht langes, für einen
EC Anfänger. Ein kürzeres, das mir empfohlen wurde, stand zum
testen leider nicht bereit.Ich bekam aber den Tip das die Firma Virus ein neues Board entwickelt hat, das Scalpel.
Die Beschreibung
lies sich so gut, dass ich direkten Kontakt mit dem Hersteller suchte.
nach weiteren Informationen kaufte ich mir das Board blind ( was ich
eigentlich ohne Test nicht unbedingt empfehlen würd aber Vernumft
ist nicht immer meine Stärke ). Folgendes stellte ich beim
anschließenden testen fest. Das Board hatte einen sehr guten
Kantenhalt, auch auf harten Pisten. Es ließ sich fast spielend
leicht drehen gerade bei Ziehwegen oder buckligen Pisten empfand ich
dies als sehr angenehm. Endlich erhielt ich auch Rückmeldung vom Board auf die Push und Pull Technik, im Gegensatz zum SP der immer nur stur seine Radien gezogen hat. Den ausfürhlichen Test sowie weitere Tests von Freunden und Bekannten findet ihr unten. |
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