Extremecarving oder Flachcarven
ist ganz einfach wenn
man ein wenig rotiert und die " Push und Pull Technik" anwendet. Den
Rest macht das Board allein, so zumindest die Aussage unseres
Instruktors beim Swoard Event 08.
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Ganz
so einfach war es dann für uns doch nicht. Hier könnt ihr uns
begleiten, auf unserem steinigen und schmerzhaften Weg zum EXTREMCARVING.
Es
werden nun ein paar Tips und Tricks gegeben. Diese sollen aber nur als
Anregungen verstanden werden, da es auch zu diesem Thema
unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen gibt. Jeder muss da für
sich ein wenig seinen eigenen Weg finden.
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Der extremcarving Stil
Die
grundsätzlichen Unterschiede des EC zum klassischen Stil wollen
wir kurz erklären. Die ausführliche Beschreibung findet ihr
im Anhang.
Natürlich liegt der größte Unterschied in den
Bewegungsabläufen. Ein Bereich der zwar nicht ganz so wichtig ist
aber
trotzdem angesprochen werden soll ist die Ausrüstung. Hier findet
ihr unter dem Menüpunkt Ausrüstung ein paar Vorschläge.
Doch kommen wir nun zu dem Wesentlichen, den Bewegungsabläufen. Fangen wir mit der richtigen
Stellung auf dem Board an. Hierbei steht der Oberkörper in der
Grundposition in einer Linie zum Board (nicht im Kreuz).
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Dies
ermöglicht die Rotation des Oberkörpers die ein
Hauptbestandteil der EC Technik ist. Diese Rotation wird in
Snowboardschulen gern als falsch bezeichnet oder nur in Verbindung mit
dem Driftschwung gebracht (s.Oldschool). An den Videos und Bildern
kann man aber klar sehen, dass das Blödsinn ist. Jeder Schwung wir
durch die Rotation eingeleitet.
Ihr
könnte hierzu sofort eine kleine Übung machen. So ist es sehr
einfach das Prinzip der Rotation und dessen Asuwirkung zu spüren.
Stellt euch einfach, in die Stellung wie ihr auch auf dem Board steht
hin (siehe unten). Dreht nun euren Oberkörper wie im Film. Ihr
werdet sofort merken wie die Füße bei der Drehung, in den
äußeren Bereichen, je nach Drehrichtung belastet werden.
Genau nach diesem Prinzip wird der Druck auch auf die Boardkante
gebracht.
Wichtige Anmerkung: Das Video verzerrt. Ich bin gar nicht so rund und klein
Das
Ganze muss jetzt natürlich noch mit der tief hoch Entlastung
kombiniert werden. Auf die einzelnen Bewgungsabläufe gehen wir
jetzt ein. Dabei haben wir bewusst das Ganze auf das Wesentliche
beschränkt. Ihr findet aber im Anhang eine ausführlichere und technisch anspruchsvollere Beschreinung.
Der
Oberkörper wird kurz vor dem Schwung in die Schwungrichtung
gedreht. Dabei steht man in den Knien. Die Spitze des Boardes steht
dabei zum Pistenrand oder kann sogar leicht Hangaufwärts zeigen. Jetzt
läßt man den Oberkörper Richtung Tal fallen und man fängt an die Knie durchzudrücken ( push ). Dies
kostet gerade am Anfang eine Menge Überwindung. Das Board stellt
sich dabei automatisch auf die Kante. Man drückt dabei die Knie
bis zum Scheitelpunkt der Kurve fast ganz durch, um danach die Knie
förmlich wieder an den Körper zu ziehen ( pull ). Dadurch
beleibt der nötige Kantendruck gleichmäßig hoch
und stabiel. In dem Film
wird die Technik sehr gut veranschaulicht. Als kleine Anmerkung ist
vielleicht zu sagen, dass die Pull-Phase am Ende des Turns (quasi das
Aufrichten) eher schwach ausgeprägt ist. Hier findet ihr eine Textdatei, die die Technik noch ausführlicher beschreibt.
Das
war schon alles. Wie gesagt alles ganz einfach. Naja, beim Swoard Event
2008 wurde versucht uns diese Technik beizubringen. Nach drei Tagen
ware wir vom EC Stil genau so weit weg wie am Anfang. Aber wir
wußten nun was wir zu tun hatten. Schrittweise versuchten wir die
Technik umzusetzen und Stück für Stück machten wir
kleine Fortschritte. Am dritten Tag nachmittags gelang sogar schon der
eine oder andere Schwung. Allerdings waren wir noch weit vom "Laid
Down" entfernt. Der Weg dorthin wird noch mit viel Schmerzen verbunden
sein, aber eins lehrnten wir noch. Da der älteste Teilnehmer bei
dem Event schon 67 Jahre alt war bekamen wir folgende Weisheit mit auf
dem Weg. Wir haben Zeit.
Zwei
Dinge wollen wir dann doch noch anmerken. Verzweifelt nicht wenn die
Abläufe am Anfang nicht so richtig funktionieren wolle. Dies liegt
vor allen an den unnatürlich Bewgungsabläufen und
Fallrichtungen. Es widerspricht vieles dem was euer Körper bisher
gelernt hat. Zum Beispiel führt die Bewegung sich
rückwärts oder vorwärts in das Tal fallen zu lassen
automatisch zu einer Ausgleichsbewegung des Körpers. Es wird
eine weile dauern bis euer Denkapparat mitbekommt, dass dieses nicht
automatisch mit Schmerzen verbunden ist.
Als zweites solltet ihr
euch auch nicht zu stark an die Bewegungsmuster klammern. Viele wege
führen nach Rom. Jeder Fahrer geht da ein wenig seinen eigenen Weg
und endwickelt auch seinen eigenen Stil. Eine sehr humoristische
Einlage haben wir hier auf der Frozenbackside gefunden.
So,
nun ist fast alles gesagt. Weitere Tips und persönlich Erfahrungen
könnt ihr unter dem Menüpunkt Fahrtechniktips finden. Dort
geht es besonders um Ratschläge und Erfahrungen die in Verbindung
mit dem Erlernen der Technik gemacht worden sind.
Der perfekte Styl
Jetzt
haben wir es 2010 und die Technik sitzt um sicher alle Pisten carven zu
können. Doch für einen ehrgeizigen Poser ist das
natürlich nicht genug. Schritt für Schritt wollen wir nun
unsere Technik perfektionieren. Auch hier wollen wir euch an
unseren Erfahrungen, Irrwegen und Erfolgen teilhaben lassen. Die
Tips dazu findet ihr ebenfalls unter oben stehenden Menüpunkt
Tips, Stories & Bilder.
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